Kräuterspätzle-Gröstl mit Dost

Beim Waldspaziergang fand ich die ersten Steinpilze. Daran konnte ich wirklich nicht vorbeigehen. In der Wiese blüht gerade der Wirbeldost und auch der heimische Gewöhnliche Dost war zu finden. Der Geschmack beider ist sehr ähnlich dem des echten Oregano, aber etwas milder. Dafür sind beide ganz und gar heimisch. Dieses Aroma passt sehr gut für Kräuterspätzle.


Rezept für 2-3 Personen


Spätzle

200 g Mehl, glattes

2 Eier

80-100 ml (Mineral)Wasser

1 Prise Salz

1 Handvoll Dost/Wirbeldost


Gröstl

250 g Pilze

1 kleine Zucchini

1 kleine Lauchstange oder 1 Bund Frühlingszwiebeln

2 Karotten


Außerdem

1 halbe Handvoll Dost/Wirbeldost


Zubereitung

Das Gemüse in putzen und schneiden. Den Dost fein hacken.Für den Teig alle Zutaten vermengen und mit dem Kochlöffel so lange schlagen bis die Teigmasse glatt und geschmeidig ist und beginnt Blasen zu werfen.Der Spätzleteig sollte sehr zähflüssig bis zerrig sein.


Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen und salzen. Ein Holzbrett mit Wasser befeuchten und ca. 2 EL Teig daraufgeben. Mit einem großen Messer nun die Spätzle vom Brett in das kochende Wasser schaben. Sobald die Spätzle aufsteigen sind fertig. Mit der Schaumkelle abschöpfen und kurz beiseite stellen.


Das Gemüse in einer Pfanne anbraten, anschließend die Spätzle zugeben und ebenfalls leicht anbraten. Die zweite Portion Dost sehr fein schneiden und mit dem Gröstl vermengen.









Der Gewöhnliche Dost gehört zur Familie der Lippenblütler und wächst an kalkreichen Standort, mag trockene Hänge und ist oft an Wegrändern am Berg zu finden. Seine Blätter sind gegenständig angeordnet, leicht behaart und eiförmig zugespitzt. Ab April können bereits die jungen Blättchen gesammelt werden, deren Aroma würzig intensiv, aber etwas milder als der mediterrane Oregano ist.

Ab Juni/Juli beginnt der Dost zu blühen. Er bildet dann eine Scheindolde mit vielen rosavioletten Lippenblüten, die von Schmetterlingen, Taubenschwänzchen und Bienen viel besucht wird.


Das Aroma des Wirbeldost ist dem des Gewöhnlichen Dost sehr ähnlich. Er wächst gern auf Magerwiesen, Wald- und Wegrändern. Er will nicht so hoch hinaus wie der Gewöhnliche Dost und begnügt sich mit einer Wuchshöhe von ca. 10 bis 20 cm. Er hat einen unverzweigt vierkantigen Stängel, seine Blätter sind eiförmig und kreuzgegenständig

angeordnet und seine violetten Lippenblüten wachsen etagenweise rundherum in dichten

Scheinquirlen. Auch er kann von April bis in den Oktober hinein gesammelt werden.


Im Frühstadium ähneln sich beide Dostarten, wobei die Blättchen des Wirbeldost eine weißflaumige Behaarung haben. Generell können beide Arten in gleicher Weise als Würzkraut verwendet werden.


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